RAM defekt – was tun?

Ich hatte vor einigen Tagen die Ehre mehrfach nach kurzer Zeit einen Blue Screen mit der Meldung „PFN_LIST_CORRUPT“. Unwissend über die Bedeutung dieser Meldung habe ich also erst einmal eine Suchmaschine bemüht und den einen oder anderen Artikel gelesen. Denn die ganze Welt ist ja voller kluger Menschen von denen der ein oder andere sogar sein Wissen zur Verfügung stellt. Wie ich nun zum Ziel kam, möchte ich hier teilen. In meinem Fall unter Windows 7 Ultimate 64 Bit.

PFN steht für „Page Frame Number“ und dient der Speicherverwaltung des Arbeitsspeichers. Aha… Der Arbeitsspeicher (RAM) ist hier also anscheinend der Bösewicht. Mit diesem Wissen machte ich mich also auf dies Suche nach einem Tool zum Scannen des Arbeitsspeichers. Hier bieten sich gleich mehrere Möglichkeiten.

Windows-SpeicherdiagnoseZum einen die Windowseigenen Mittel. Die „Windows-Speicherdiagnose“ wird über „Start“ und die Suche aufgerufen.

Nach dem Aufrufen kommt die Abfrage, ob das System jetzt neugestartet werden und nach Problemen durchsucht werden soll oder ob das beim nächsten Neustart gemacht werden soll.

Da ich die Windows-Speicherdiagnose nicht benutzt habe, gehe ich jetzt auf den anderen Weg ein.

Ich entschied mich also für den Test mittels „Memtest86“. Dieses ist hier erhältlich. Hier kann ein bootfähiges Image geladen und auf CD gebrannt werden, oder gleich ein USB-Stick Installer. Zweiteres habe ich genutzt. Die Installation nach dem Download ist kinderleicht, das schafft auch die Mutti. 😉

Einfach einen leeren Stick und einen auf dessen Daten man verzichten kann. Denn bei der Installation des Sticks wird dieser vorher formatiert. Nachdem der Stick formatiert wurde, muss von diesem gebootet werden. Im Falle meines Mainboards muss ich dafür während des Starts F11 halten. Das kann bei anderen Boards natürlich anders sein.

Memtest86Wenn alles so klappt wie es soll, startet Memtest86 jetzt direkt vom Stick. Nach kurzer Zeit beginnt das Programm selbstständig mit dem Test des verbauten Arbeitsspeichers. Dies kann je nach Speicher mehrere Stunden dauern.

Im Bild seht ihr Memtest. Im oberen Teil des Programms seht ihr den momentanen Test (hier „Test #8“) und dessen prozentualen Status. Im Abschnitt darunter ist die Angabe von „Pass“ interessant. Diese gibt an, wie oft alle Tests durchliefen, denn Memtest86 läuft ununterbrochen weiter, wenn ihr es nicht abbrecht. Wie auf dem Foto sichtbar, liefen alle Tests einmal durch und es wurden 4.352 Fehler gefunden (Errors). Diese Fehler werden auch im unteren Teil des Programms rot markiert und aufgelistet.

Um jetzt den defekten Riegel zu finden, ist natürlich mehr als ein Test erforderlich. Also, bei ausgeschaltetem Gerät, alle entfernen und nur einen einstecken. Dies mit jedem RAM-Riegel in jedem Slot wiederholen. Blöderweise fiel dabei kein Riegel durch. Erst wenn 3 Riegel gesteckt sind, machte sich der Fehler bemerkbar.

Generell empfehle ich die Tests mehr als einmal durchlaufen zu lassen. Ich brauchte nun insgesamt 2 Tage um den defekten Riegel auszumachen. Jetzt stehe ich mit dem Händler in Verbindung und bin gespannt wie der Austausch jetzt stattfindet… (weiteres folgt)

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