Warum einen Tag nicht Tanken nichts bringt…

Momentan werden wieder massig Einladungen zu Boykottveranstaltungen im Facebook verschickt. Es sind mal wieder die Spritpreise der Auslöser. Das die ständigen Preissprünge mit dem Rohölpreis nicht wirklich viel zu tun haben wissen wir alle. Es wird sich ja auch öffentlich um die Ölkonzerne empört. Und da kommen jetzt einige auf die geniale Idee:„Einen Tag nicht tanken!“

So, wir nehmen uns jetzt also alle vor am 01.03.2012 nicht zu tanken. Und fahren umher bis der Tank fast leer ist (nicht zu viel, wir „protestieren“ ja!) und dann stellen wir das Auto ab. 24 Stunden danach tanken wir den Wagen wieder voll.

Wem genau hat das jetzt geschadet? Was glaubt ihr denn wer das gemerkt hat? Der gute Mann hinter dem Tresen der Tankstelle hat vielleicht ein paar Schokorigel und Zigaretten weniger verkauft. Und blieb den Tag auf ein paar Liter sprit sitzen. Die verkauft er am nächsten Tag aber wieder.

Und jetzt mal ein Blick zu den „Großen“. Hat denen das wirklich wehgetan? Denn das ist der Sinn einer Protest- oder Streikaktion. Jemand muss davon was merken. Am besten auch der, gegen den der Protest gerichtet ist.

Also wenn man ehrlich ist, ist dieses „wir tanken mal einen Tag lang nicht“ ganz großer Quatsch und Pseudoaktionismus. Alle denken von sich Teil eines ganzen zu sein, der was bewegt hat, haben aber eigentlich nichts sinnvolles getan.

Was wäre denn eine gute Alternative zu diesen sinnlosen Veranstaltungen? Laufen… Jeder sollte mal nachdenken wie oft er für Kurzstrecken im Auto sitzt, die er auch laufen könnte. Und jetzt mal nicht in der Argumenteschublade kramen und „Ich muss ja soooo viel Einkaufen“ oder „Ich hab keine Zeit zu laufen.“ rausholen. Das ist, wenn man mit sich selbst ehrlich ist, großer Bullshit. Denn wenn man einfach 10 Minuten früher losgeht, ist man auch zu Fuß pünktlich. Außerdem geht es ja nicht um „jede“ Fahrt. Aber ich behaupte mal, das die meisten die in der Stadt wohnen (auf dem Land mag das vielleicht anders sein) sich über 50% der Autofahrten sparen können und auf das Fahrrad oder die Schuhe umsteigen könnten.

Mit den Gedanken lasse ich den gesunden Menschenverstand mal allein…

Denn, wenn jeder im Monat anstatt 150€ nur noch die Hälfte für Treibstoff ausgibt, dann tut es den richtigen weh!

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