Aktionismus 2.0

Wir haben einen neuen Trend in den Social Networks. Nachdem Medien über die Verbrennung von Straßenhunden berichtet ist die Onlinewelt entsetzt und postet ein Bild nach dem anderen.

An sich ist es auch wünschenswert das soziale Netzte aufklären und Menschen aktivieren. Aber im Angesicht der Tatsache, das 99% der Leute nur ein Bild eines toten Hundes posten, dann „Ohh wie gemein“ drunter schreiben und dann mit einem gewohnten Klick auf eines der Spiele klicken vor dem sie 4 Stunden des Tages verbringen um was zu ernten oder ihre tolle Stadt zu bauen (anderes Thema). Denn dann ist der Aktionismus auch schon am Ende. Das posten des Bildes wird die Welt schon ändern. Zumindest habe ich die anderen informiert. Mehr kann ich ja nicht machen. Die anderen müssen jetzt drauf reagieren. Mindestens auch „wie gemein“ kommentieren. Denn dann ist auch deren Pflicht getan. Lasst uns die Welt verändern in dem wir alle posten wie gemein wir das finden.

Schon mal drüber nachgedacht, das es Kindern in Entwicklungsländern schlecht geht? Ist das nicht auch gemein? Lasst uns Bilder davon posten und unser Mitleid bekunden!

Das ist kein Aktionismus und bewegt nichts! Aber immerhin hat man das Gefühl was getan zu haben und kann sich wieder auf seine 10 Facebookspiele konzentrieren. So eine virtuelle Stadt baut sich ja schließlich nicht von allein.

PS: Während ihr den scheiß spielt und Zeit verschwendet verdienen Leute viel Geld an euch!

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